Wire Transfer auf deutsch erklärt: Alles zu internationalen Überweisungen 2026
Wenn du schon mal Geld in die USA überweisen wolltest oder von dort Geld empfangen hast, bist du vermutlich über Begriffe wie „Wire Transfer", „Routing Number" oder „ABA Code" gestolpert. Während wir in Europa mit unserer IBAN einheitlich internationale Überweisungen tätigen können, funktioniert das amerikanische System komplett anders.
Aber keine Sorge – in diesem Artikel erklären wir dir alles, was du über Wire Transfers wissen musst, welche Kosten auf dich zukommen und wie spezialisierte Alternativen wie Wise dir Zeit und Geld sparen können.
Was ist ein Wire Transfer?
Wenn man häufig in den USA unterwegs ist oder mit Amerikanern Geschäfte abwickelt, stößt man schnell auf den Wire Transfer. Auch wenn du Freunde oder Familie in Amerika hast, hast du vielleicht schon davon gehört.
Doch was genau hat es mit dem Wire Transfer auf sich? Im Grunde ist ein Wire Transfer die amerikanische Bezeichnung für eine telegrafische Überweisung, die sowohl in die USA als auch ins Ausland gehen kann.
Es gibt viele verschiedene Netzwerke, die Wire Transfers ermöglichen, darunter das Fedwire (Federal Reserve Wire Network), das SWIFT-Netzwerk und CHAPS (Clearing House Interbank Payments System). Diese Netzwerke sorgen dafür, dass dein Geld sicher und relativ schnell beim Empfänger ankommt – allerdings nicht immer günstig, wie wir später noch sehen werden.
Wire Transfer vs. Bank Transfer: Die wichtigsten Unterschiede
Wenn du häufig Geld in die USA schickst, solltest du wissen, worüber Amerikaner sprechen, wenn von Wire Transfer vs Bank Transfer die Rede ist. Beides sind Banküberweisungen, aber doch zwei verschiedene Paar Schuhe.
Wire Transfers ermöglichen sowohl nationale als auch internationale Transaktionen. Bank Transfers werden hauptsächlich für inländische Überweisungen innerhalb der USA genutzt und laufen über das ACH-Netzwerk (Automated Clearing House). Anders als Wire Transfers, die primär das SWIFT-Netzwerk verwenden, nutzen Bank Transfers also lokale Routen und sind nur dann relevant, wenn du Geld zwischen zwei amerikanischen Konten senden willst.
Merkmal | Wire Transfer | Normale Überweisung (ACH) |
|---|---|---|
Geschwindigkeit | Sehr schnell (meist am selben Tag) | 1-3 Werktage |
Kosten | Vergleichsweise hoch | Niedrig bis kostenlos, je nach Bank |
Reichweite | International und national | National in den USA |
Sicherheit | Sehr sicher | Sicher |
Verwendungszweck | Dringende, große Beträge | Alltägliche Zahlungen und Lastschriften |
Wenn du die Tabelle anschaust, siehst du schnell: Wire Transfers eignen sich besonders für größere Summen, die schnell ankommen müssen, zum Beispiel beim Immobilienkauf im Ausland. Wenn es um wiederkehrende, nicht so dringende Überweisungen innerhalb der USA geht, reicht in der Regel der ACH Bank Transfer – und der spart im Vergleich zum Wire Transfer auch noch einiges an Geld.
Wann solltest du einen Wire Transfer verwenden?
Immobilienkäufe im Ausland: Wenn du eine Wohnung in Miami kaufst oder in ein Haus in Los Angeles investierst, verlangen die meisten Verkäufer und Makler einen Wire Transfer. Die Summen sind hoch, es muss schnell gehen und alle Beteiligten wollen Sicherheit.
Dringende Geschäftszahlungen: Du musst einen amerikanischen Lieferanten bezahlen, damit deine Ware rechtzeitig verschickt wird, oder willst einen Vertrag mit einer Anzahlung besiegeln? In solchen Fällen ist die Geschwindigkeit eines Wire Transfers Gold wert.
Notfall-Überweisungen an Familie oder Freunde: Wenn es einen Notfall in der Familie gibt und die Zahlung wirklich eilt, ist ein Wire Transfer die einzige Option, um sicherzustellen, dass das Geld noch am selben Tag ankommt.
Internationale Überweisung in die USA: Wenn du kein amerikanisches Konto hast, musst du wohl oder übel den Wire Transfer wählen, um Geld in die USA zu schicken – auch wenn die Kosten einer Auslandsüberweisung bei vielen Banken nicht gerade niedrig sind.
Routing Numbers erklärt: Was deutsche Nutzer wissen müssen
Für Wire Transfer und Bank Transfer in den USA benötigst du immer die sogenannte Routing Number. Die Routing Number ist sozusagen eine Ergänzung zur nationalen Kontonummer, die sowohl für die Wire Überweisung als auch für ACH Zahlungen relevant ist – ohne sie geht in Amerika praktisch nichts.
Was ist eine Routing Number?
Eine Routing Number (oft auch ABA Routing Number oder Routing Transit Number genannt) ist ein neunstelliger Code, der ausschließlich für Finanzinstitute in den Vereinigten Staaten verwendet wird. Dieser Code identifiziert die Bank und die Filiale, bei der ein Konto geführt wird, ähnlich wie unser BIC.
Wo findest du die Routing Number? Wenn du einen amerikanischen Scheck in der Hand hältst, steht sie unten links. Im Online-Banking deiner US-Bank findest du sie meist unter den Kontodetails. Oder du schaust einfach auf der Website deiner Bank nach, denn die meisten amerikanischen Banken listen ihre Routing Numbers öffentlich auf.
Wenn du ein Wise Konto hast und dort eine Kontoverbindung in USD verwaltest, findest du deine Routing Number im Tab zu deinem USD-Guthaben.
ABA Routing Number vs. SWIFT Code: Der Unterschied
Routing Numbers helfen dabei, Banken zu identifizieren, wenn inländische ACH Zahlungen oder Wire Überweisungen in den USA abgewickelt werden. SWIFT Codes hingegen identifizieren – ähnlich wie Routing Numbers – Banken und Finanzinstitute, aber diesmal für internationale Zahlungen. Sie werden manchmal auch als BIC Code (Bank Identification Code) bezeichnet. Welche Nummer du brauchst, hängt also ganz davon ab, wo Sender und Empfänger ihr Konto führen.
Feature | ABA Routing Number | SWIFT Code (BIC) |
|---|---|---|
Name | American Bankers Association Number | Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication |
Format | 9 Ziffern (nur numerisch) | 8 oder 11 Zeichen (alphanumerisch) |
Reichweite | National (nur innerhalb der USA) | International (globales Netzwerk) |
Anwendung | Direktüberweisungen, Rechnungszahlungen und nationale Wire Transfers und ACH Überweisungen | Internationale Wire Transfers und SEPA-Zahlungen |
Herausgeber | American Bankers Association | ISO (International Organization for Standardization) |
Bestandteile | Federal Reserve-Symbole und Bankkennungen | Bankcode, Ländercode, Standortcode und Filialcode |
Der entscheidende Unterschied: Die ABA Routing Number funktioniert nur innerhalb der USA, während der SWIFT Code weltweit gilt. Wenn du also aus Deutschland Geld in die USA schickst, brauchst du den SWIFT Code der amerikanischen Empfängerbank. Wenn jemand in den USA Geld innerhalb des Landes überweist, reicht die Routing Number.
Wire Transfer Ablauf: So funktioniert eine internationale Überweisung
Lass uns den ganzen Prozess mal Schritt für Schritt durchgehen, damit du genau weißt, was bei einer Auslandsüberweisung per Wire Transfer passiert:
Zuerst brauchst du alle notwendigen Daten des Empfängers. Ohne vollständige Angaben geht gar nichts, und fehlende Infos können zu teuren Verzögerungen führen.
Beauftrage deine Überweisung entweder persönlich in deiner Bankfiliale, per Anruf oder ganz einfach im Online-Banking. Bei Anbietern wie Wise läuft alles bequem über die App. Bei einigen Banken musst du die Auslandsüberweisung auswählen, andere erkennen die Art der Überweisung automatisch.
In der Überweisungsmaske gibst du alle Empfängerdaten ein, wählst den Betrag und bestätigst die Transaktion. Bei Wise werden dir vor deiner Überweisung die Gebühren und der Wechselkurs angezeigt, was bei Banken normalerweise nicht der Fall ist.
Der Betrag plus Gebühren wird von deinem Konto abgebucht.
Deine Bank sendet das Geld über das SWIFT-Netzwerk. Dabei können mehrere Zwischenbanken involviert sein, die jeweils ihre eigenen Gebühren abziehen, sodass beim Empfänger weniger ankommt.
Wenn du EUR sendest und der Empfänger USD erhält, wird das Geld umgerechnet. Hier verdient die Bank oft am meisten durch einen unfairen Wechselkurs. Es gibt jedoch auch Anbieter wie Wise, die zum echten Devisenmittelkurs abrechnen.
Die Bank des Empfängers bekommt die Überweisung und schreibt sie dem Konto gut – manchmal sofort, manchmal erst nach ein bis zwei Werktagen.
Benötigte Informationen für einen Wire Transfer
Bevor du einen Wire Transfer durchführst, solltest du folgende Informationen vom Empfänger parat haben:
Vollständiger Name und Adresse des Empfängers
Vollständiger Name und Adresse der Bank des Empfängers
Überweisungsbetrag
Kontonummer des Empfängers
Routing Number der Empfängerbank
Wire Transfer Kosten: Das kommt auf Deutsche zu
Jetzt kommen wir zum unangenehmsten Teil: den Kosten. Wire Transfers sind im Vergleich zur Bank Transfer Zahlungsart recht teuer. Die Gebühren für eine Auslandsüberweisung in die USA setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen:
Sendegebühr deiner Bank: Das ist die offizielle Gebühr, die dir deine Bank für die Auslandsüberweisung berechnet – entweder prozentual oder als Fixgebühr.
OUR-Gebühr: Wenn du alle Kosten selbst übernehmen möchtest (statt dass der Empfänger was zahlt), kannst du OUR als Entgelt Option wählen, aber dann wird es noch etwas teurer.
Wechselkursaufschlag: Deutsche Banken verwenden oft einen deutlich schlechteren Wechselkurs als den echten Devisenmittelkurs – ein Kostenpunkt, der sich schnell summiert, aber nur wenigen auffällt.
Empfangsgebühr: Auch wenn du einen Wire Transfer aus den USA erhältst, musst du bei deutschen Banken mit hohen Gebühren rechnen.
Typische Gebühren deutscher Banken und Anbieter
Schauen wir uns die aktuellen Gebühren bei deutschen Banken für Auslandsüberweisungen in die USA im Vergleich an:
Bank | Sendegebühr | OUR Gebühr | Empfangsgebühr | Wechselkurs |
|---|---|---|---|---|
Ab 0,47% | Keine | Keine | Echter Devisenmittelkurs ohne Aufschlag | |
1,5 ‰, mind. 10 EUR | 25 EUR | Je nach Summe, ab 5,50 EUR | mit Aufschlag | |
Je nach Summe, ab 12,50 EUR | - | Je nach Summe, ab 12,50 EUR | mit Aufschlag + mind. 7,50 EUR für Währungsumrechnung | |
Je nach Summe, ab 12,50 EUR | 25 EUR | Je nach Summe, ab 10 EUR | mit Aufschlag | |
Je nach Summe, ab 7,50 EUR | 25 EUR | Je nach Summe, ab 5 EUR | mit Aufschlag |
Versteckte Kosten bei Wire Transfers
Leider sind die meisten Banken nicht besonders transparent, wenn es um internationale Überweisungen geht. Wenn du nicht aufpasst, kann das ganz schön ins Geld gehen. Hier die häufigsten versteckten Kostenfallen:
Externe Bankgebühren: Zwischenbanken und Korrespondenzbanken ziehen ihre Gebühren ohne Vorwarnung ab. Du erfährst erst hinterher, wie viel wirklich beim Empfänger angekommen ist.
Wechselkursaufschläge: Das ist der größte Kostenfaktor und gleichzeitig der am wenigsten transparente. Banken kaufen Währungen zum echten Marktkurs ein, verkaufen sie dir aber zu einem schlechteren Kurs. Die Differenz wandert direkt in ihre Taschen.
Fremdwährungsgebühren: Manche Banken berechnen eine zusätzliche Gebühr, nur weil eine Währungsumrechnung stattfindet – selbst wenn du schon den schlechten Wechselkurs akzeptiert hast. Für Überweisungen in die USA fallen bei einigen Banken weitere Kosten an.
Mit Wise zahlst du nur eine transparente Gebühr (ab 0,47% des Überweisungsbetrags) für Auslandsüberweisungen und erhältst immer den echten Wechselkurs ohne Aufschlag. Und da du deine eigenen amerikanischen Kontodaten bekommst, kannst du die Kosten sogar noch weiter senken, wenn du Geld innerhalb der USA sendest.
Wire Transfer Alternativen: Moderne Lösungen für deutsche Nutzer
Wie du siehst, sind deutsche Banken nicht gerade günstig, was die Bank Transfer Auszahlung in den USA angeht. Mit spezialisierten internationalen Anbietern kannst du jedoch einiges an Geld sparen:
Anbieter | Gesamtkosten | Dauer | Ideal für | Link |
|---|---|---|---|---|
Wise | Ab 0,47%, echter Wechselkurs | 1-2 Tage | Überweisungen in 160 Länder | Wise |
Revolut | Je nach Abo + Wechselkursaufschlag am Wochenende | 1-3 Tage | Kleine Beträge | Revolut |
Western Union | Ab 2,99 EUR + hoher Wechselkursaufschlag | Minuten bis Stunden | Bargeldabholung, Notfälle | Western Union |
PayPal | 1,29 - 2,99 % + Wechselkursaufschlag | Sofort | Online-Käufe |
Die gute Nachricht: Du musst dich nicht mit den hohen Kosten und der Intransparenz traditioneller Wire Transfers abfinden. Es gibt mittlerweile moderne Alternativen, die deutlich günstiger, schneller und benutzerfreundlicher sind.
Aber Achtung: Während PayPal und Western Union für bestimmte Anwendungsfälle praktisch und günstig erscheinen, machen sie ihren Gewinn durch hohe Wechselkursaufschläge, durch die du bares Geld verlierst. → Revolut und Wise sind deutlich bessere Lösungen.
Wise: Die günstige Alternative zu Wire Transfers

Wise hat sich in den letzten Jahren zur beliebtesten Alternative für internationale Überweisungen entwickelt – und das aus gutem Grund. Statt das traditionelle SWIFT-System zu nutzen, hält Wise Konten in verschiedenen Ländern und gleicht Überweisungen intern aus.
Fairness, Sicherheit und Transparenz stehen bei Wise an erster Stelle. Deshalb bekommst du hier den echten Devisenwechselkurs und musst nur mit einer kleinen, vorab kommunizierten Gebühr rechnen.
Das, was Wise von den meisten Banken unterscheidet, ist, dass du mit dem Multiwährungskonto nicht nur 40+ Währungen halten kannst, sondern auch Kontoverbindungen in 8+ Währungen bekommst. So musst du nicht den teuren Wire Transfer nutzen, sondern kannst einfach einen lokalen ACH Bank Transfer in den USA senden – so wird deine Überweisung deutlich günstiger.
Auch Geld auf dein amerikanisches Konto zu empfangen ist mit Wise kein Problem. Dafür bekommst du eine lokale Routing Number, mit der der Empfang von ACH Überweisungen kostenlos ist. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls beeindruckend: Die meisten Überweisungen in die USA sind innerhalb von wenigen Stunden, spätestens jedoch zwei Tagen abgeschlossen. Natürlich ist dein Geld durch verschiedene Sicherungssysteme geschützt.
Und wenn du nicht nur Geld in die USA überweisen willst, sondern auch gerne in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten reist, bist du bei Wise gut aufgehoben. Mit der Wise Karte kannst du in deinen 40+ Währungsguthaben kostenlos bezahlen – also nicht nur in Amerika, sondern weltweit.
Wire Transfer Sicherheit: Schutz vor Betrug und Fehlern
Wire Transfers gehören zu den sichersten Methoden, um Geld zu versenden – schließlich haben Banken und Finanzinstitute umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen gegen Betrug implementiert. Trotzdem gibt es Risiken, die du kennen solltest: Betrüger können Menschen dazu bringen, freiwillig Geld an sie zu überweisen – und sobald ein Wire Transfer abgeschlossen ist, lässt er sich normalerweise nicht mehr rückgängig machen.
Umso wichtiger ist es, dich vor Scams zu schützen, die zum Beispiel durch Phishing, betrügerische Anzeigen auf eBay und Co. oder gefälschte E-Mails passieren können. Denn wenn du Opfer eines Betrugs wirst oder Geld an die falsche Person schickst, bekommst du dein Geld möglicherweise nicht zurück.
Unterm Strich sind Wire Transfers aber sehr sicher. Solange du Betrüger erkennst und die korrekten Empfängerdaten angibst, sollte dein Geld problemlos am Ziel ankommen.
So schützt du dich:
Verifiziere Empfänger immer persönlich: Ruf bei geänderten Bankverbindungen oder unerwarteten Zahlungsaufforderungen immer zurück – aber nicht unter der Nummer in der verdächtigen E-Mail, sondern unter einer dir bekannten Nummer oder der Telefonnummer auf der offiziellen Website.
Sei skeptisch bei Druck und Eile: Betrüger arbeiten mit künstlicher Dringlichkeit. Lass dich nicht hetzen, wenn es um Wire Transfers geht.
Überprüfe E-Mail-Adressen genau: Betrüger nutzen oft leicht veränderte Adressen, an denen du den Scam leicht erkennen kannst.
Nutze sichere Kommunikationskanäle: Bei großen Summen solltest du sensible Daten nie per E-Mail austauschen.
Wire Transfer in die USA: Besondere Anforderungen
Das amerikanische Bankensystem bietet tatsächlich mehr Optionen als nur Wire Transfers. Neben den teuren Wire Transfers gibt es auch ACH Zahlungen, die wir hier schon öfter erwähnt haben. ACH Bank Transfers sind deutlich günstiger, aber nur für Überweisungen innerhalb der USA verfügbar, während du Wire Transfers auch international senden kannst.
ACH Payments werden über das lokale ACH-Netzwerk in den Vereinigten Staaten abgewickelt und erfordern ein lokales Bankkonto oder die Nutzung lokaler Zahlungsanbieter, deshalb sind sie aber auch deutlich günstiger als Überweisungen über das SWIFT-Netzwerk. Genau wie bei Wire Transfers ist auch bei ACH Bank Transfers die Routing Number ausschlaggebend.
Im Endeffekt unterscheidet sich also nur die Art, wie die Überweisung gesendet wird. Wenn du Geld innerhalb der USA sendest, solltest du wenn möglich immer den ACH Bank Transfer wählen. Das ist zwar vielleicht nicht die schnellste Option, dafür aber die günstigste.
Das Problem: Als deutscher Nutzer kommst du an ACH Zahlungen normalerweise nicht ran – es sei denn, du nutzt einen Dienst wie Wise, der dir ein US-Bankkonto zur Verfügung stellt.
Routing Number für wichtige US-Banken
Jede amerikanische Bank hat ihre eigene Routing Number, hier einige Beispiele:
Bank | Routing Number | SWIFT Code |
|---|---|---|
Bank of America | 026009593 | BOFAUS3N |
Chase Bank | 021000021 | CHASUS33 |
Wells Fargo | 121000248 | WFBIUS6S |
Citibank | 091409571 | CITIUS33 |
Viele große US-Banken haben mehrere Routing Numbers für verschiedene Regionen. Die hier aufgeführten Nummern sind Beispiele – überprüfe immer die aktuellen Routing Numbers direkt bei der Bank oder auf deren Website, bevor du eine Überweisung tätigst. Eine falsche Routing Number kann dazu führen, dass deine Überweisung tagelang hängen bleibt oder zurückgeschickt wird, was mit Gebühren einhergehen kann.
Wire Transfer Dauer: Wie lange dauern internationale Überweisungen?
Die Dauer deiner Überweisung hängt stark davon ab, welche Methode du wählst und wann du die Überweisung in Auftrag gibst. Hier ein Überblick über die verschiedenen Optionen:
USD-Banküberweisungen innerhalb der USA (ACH): 1-2 Werktage
Wire Transfers innerhalb der USA: Innerhalb eines Werktages
Internationale Wire Transfers: ca. 5 Werktage
Ein paar zusätzliche Faktoren, die die Dauer beeinflussen:
Cut-off Zeiten: Die meisten Banken haben Cut-off-Zeiten, nach denen Überweisungen erst am nächsten Werktag bearbeitet werden. Wenn also mehrere Banken an einer Auslandsüberweisung beteiligt sind, kann das die Ankunft verzögern.
Zeitzone: Deutschland ist den Vereinigten Staaten 6 bis 9 Stunden voraus. Wenn du mittags eine Überweisung startest, ist in den USA gerade Nacht – die Bearbeitung beginnt dort also erst am nächsten Morgen.
Wochenenden und Feiertage: Banken arbeiten nur an Werktagen. Eine Überweisung am Freitagnachmittag wird dementsprechend erst am Montag bearbeitet. Auch amerikanische und deutsche Feiertage beeinflussen die Dauer.
Compliance-Prüfungen: Bei großen Beträgen oder bestimmten Ländern führen Banken zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen durch, die nochmal ein paar Tage dauern können.
Fehlerhafte Angaben: Wenn auch nur eine Angabe falsch ist, kann die Überweisung tagelang bei einer Zwischenbank hängen bleiben. Achte also darauf, dass alle Daten vollständig und richtig sind.
Fazit: Die beste Lösung für deine internationale Überweisung
Wire Transfers sind sicher, zuverlässig und besonders bei großen Summen in die USA oft unvermeidbar. Aber die hohen Kosten und versteckten Gebühren machen sie nicht gerade zur ersten Wahl für alltägliche Überweisungen. Wenn du ein amerikanisches Konto hast, kannst du deinen Transfer auch über das lokale ACH Netzwerk abwickeln, was deutlich günstiger ist – aber nur die wenigsten Deutschen haben ein US-Konto.
Für sehr große Summen, die schnell ankommen müssen, oder wenn der Empfänger explizit einen Wire Transfer verlangt, führt oft kein Weg daran vorbei. Für die meisten anderen Fälle gibt's heute aber bessere, günstigere und einfachere Lösungen. Spezialisierte Anbieter wie Wise bieten dir die gleiche Sicherheit und Geschwindigkeit, aber zu einem Bruchteil der Kosten und mit deutlich mehr Transparenz.
Ob du Geld an Familie schickst, Rechnungen bezahlst oder ein Business aufbaust – es lohnt sich, die Optionen für Wire Transfers zu vergleichen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Wire Transfer
Ist Wire Transfer eine Überweisung?
Ja, ein Wire Transfer ist eine elektronische Banküberweisung. Es ist die amerikanische Bezeichnung für eine telegrafische Überweisung. Damit kann eine lokale, aber auch eine internationale Überweisung gemeint sein, sie ist jedoch deutlich teurer als die uns bekannte SEPA-Überweisung.
Wie lange dauert ein Wire Transfer von den USA nach Deutschland?
Das kommt ganz auf die Cut-Off Zeiten bei der amerikanischen Bank, sowie Wochenenden und Feiertage an. In der Regel ist das Geld in spätestens 5 Werktagen bei dir in Deutschland. Bei digitalen Anbietern wie Wise dauert es oft nur wenige Stunden.
Was ist ein SWIFT Wire Transfer?
Wie bereits erwähnt, können Wire Transfers im Gegensatz zu ACH Zahlungen sowohl international als auch national versandt werden. Mit einem SWIFT Wire Transfer meint man eine internationale Überweisung über das SWIFT-Netzwerk, das Banken weltweit verbindet. Für solche Überweisungen brauchst du neben den üblichen Angaben auch den SWIFT-Code (BIC) der Empfängerbank.
Was ist eine Routing Number?
Die Routing Number ist ein neunstelliger Code, der US-Banken identifiziert, und daher für alle Überweisungen innerhalb der USA notwendig ist – sozusagen wie der SWIFT-Code, nur für nationale Zahlungen in den Vereinigten Staaten.
Quellen:
Stripe: Was ist eine Routing Number?, Februar 2026
Wise: Übersicht der Routing Numbers amerikanischer Banken, Februar 2026
Deutsche Bank: Preis- und Leistungsverzeichnis, Januar 2026
Commerzbank: Preis- und Leistungsverzeichnis, Januar 2026
Berliner Sparkasse: Preis- und Leistungsverzeichnis, Januar 2026
Hypo Vereinsbank: Preis- und Leistungsverzeichnis, Januar 2026